KI-News · KW 28/2026
OpenAI startet ChatGPT Work, Google stellt Gemma 4 vor
· 10 Meldungen · 30 Quellen
KI-gestützt erstellt, Quellen je Meldung verlinkt
OpenAI startet ChatGPT Work für Aufgaben über Apps und Dateien hinweg, von Tabellen bis zu Web-Apps. Google stellt mit Gemma 4 multimodale Modelle mit offenen Gewichten vor. xAI und Cursor bringen Grok 4.5 für Programmierung und Aufgaben von KI-Agenten heraus. Nvidia baut derweil seine Beteiligung an Umsätzen von KI-Cloud-Partnern aus.
OpenAI startet ChatGPT Work für Aufgaben über Apps und Dateien hinweg
ChatGPT Work soll mehrstufige Aufgaben übernehmen und fertige Dokumente, Tabellen oder Web-Apps erstellen. Der Zugang wird je nach Plattform und Tarif freigeschaltet.
OpenAI hat ChatGPT Work am 9. Juli 2026 vorgestellt. Der Agent in ChatGPT basiert auf Codex und GPT-5.6 und soll Aufgaben über Apps und Dateien hinweg bearbeiten. Laut OpenAI kann er über Stunden an einem Projekt arbeiten und Ergebnisse wie Dokumente, Präsentationen, Tabellen oder Web-Apps erstellen. Der Start auf Web und Mobilgeräten erfolgte gestaffelt nach Tarif.12
OpenAI verbindet damit die Arbeit im Chat stärker mit der Arbeit in Codex: ChatGPT Work soll nicht nur antworten, sondern mehrere Schritte bis zu einem verwendbaren Ergebnis übernehmen.1 Für Unternehmen ist die unterschiedliche Verfügbarkeit wichtig. In der Desktop-App steht Work auf mehr Tarifen bereit als zum Start auf Web und Mobilgeräten.12 Ob die Ergebnisse für einen konkreten Arbeitsablauf geeignet sind, lässt sich nur anhand eigener Aufgaben prüfen.
Was das für Unternehmen bedeutet
Wenn du mehrstufige Aufgaben mit Dateien und verbundenen Apps bearbeitest, teste Work zunächst an einem klar begrenzten Ablauf. Prüfe dabei Ergebnisqualität und benötigte Zugriffe, bevor du es breiter einsetzt.
Google stellt Gemma 4 mit offenen Modellgewichten vor
Gemma 4 umfasst multimodale Modelle mit 2,3 bis 31 Milliarden Parametern. Google beschreibt die Familie in einem technischen Bericht.
Google hat Gemma 4 Anfang Juli in einem technischen Bericht vorgestellt. Der Bericht wurde am 2. Juli eingereicht; am 7. Juli machte Googles Gemma-Team darauf aufmerksam.12 Die Familie umfasst Modelle mit offenen Gewichten und 2,3 bis 31 Milliarden Parametern. Sie verarbeitet mehrere Modalitäten und nutzt sowohl dichte als auch Mixture-of-Experts-Architekturen.1 Eine Modellkarte für die 31B-Variante liegt auf Googles Hugging-Face-Seite vor.3
Google beschreibt Verbesserungen bei Rechenaufwand, Inferenzgeschwindigkeit, Speicherbedarf und Aufgaben mit langen Kontexten. Auch bei STEM- und multimodalen Benchmarks meldet der technische Bericht Fortschritte.1 Für die Bewertung im eigenen Einsatz sind diese Angaben ein Ausgangspunkt, kein Ersatz für Tests: Die Varianten unterscheiden sich unter anderem beim Kontextfenster.3 Unternehmen sollten daher das passende Modell anhand ihrer Aufgaben und der verfügbaren Hardware prüfen.
Was das für Unternehmen bedeutet
Wenn du offene Modellgewichte für interne Anwendungen prüfst, vergleiche die Varianten mit deinen eigenen Daten und Aufgaben. Teste besonders Speicherbedarf, Antwortzeit und nutzbare Kontextlänge auf deiner Hardware.
Meta stellt Muse Spark 1.1 und neue Model API vor
Das multimodale Modell soll besser mit Werkzeugen und Computern arbeiten können. Entwickler erhalten über die neue Meta Model API Zugang.
Meta hat am 9. Juli 2026 Muse Spark 1.1 und die Meta Model API als öffentliche Vorschau für Entwickler vorgestellt.12 Das multimodale Modell ist laut Meta für agentenbasierte Aufgaben ausgelegt und soll besser mit Werkzeugen und Computern umgehen, Code schreiben und multimodale Inhalte verstehen können.1 In der Meta AI App und auf meta.ai ist es im „Thinking“-Modus verfügbar; externe Entwickler erhalten Zugang über die neue API.12
Die Veröffentlichung erweitert die Muse-Spark-Familie um einen API-Zugang mit Tool- und Funktionsaufrufen.2 Damit tritt Meta stärker im Markt für KI-gestützte Programmierung und automatisierte Arbeitsabläufe an. Reuters beschreibt die Tokenpreise als wettbewerbsfähig gegenüber OpenAI und Anthropic, aber nicht durchgehend als die günstigsten.3 Meta meldet Verbesserungen in mehreren Leistungsbereichen; für konkrete Einsätze bleiben Tests mit eigenen Aufgaben und Werkzeugen entscheidend.2
Was das für Unternehmen bedeutet
Wenn du KI für Programmierung oder automatisierte Abläufe einsetzt, vergleiche Muse Spark mit deinen bisherigen Modellen anhand eigener Aufgaben. Prüfe dabei Kosten, Zuverlässigkeit von Werkzeugaufrufen und Zugriffsrechte.
xAI und Cursor starten gemeinsam entwickeltes Grok 4.5
Grok 4.5 ist in Cursor und über xAI verfügbar. Das gemeinsam entwickelte Modell zielt auf Programmierung und weitere Aufgaben von KI-Agenten.
Am 8. Juli 2026 stellten xAI und Cursor Grok 4.5 vor, ein gemeinsam entwickeltes Modell für Programmierung und weitere Aufgaben von KI-Agenten.12 Zum Start war es in Cursor auf Desktop, Web und iOS sowie über CLI und SDK nutzbar.1 Auch xAIs Grok Build und die Entwicklerkonsole boten Zugang.12
Cursor zufolge basiert Grok 4.5 auf einem neuen vortrainierten Mixture-of-Experts-Modell, das anschließend mit Billionen Tokens aus Cursor-Daten weitertrainiert wurde.1 Die Zusammenarbeit soll das Modell über reine Softwareentwicklung hinaus für allgemeinere Agentenaufgaben einsetzbar machen.1 Mit veröffentlichten Tokenpreisen für das Basismodell und eine schnellere Variante lassen sich die Kosten beider Optionen vor dem Einsatz vergleichen.1 Ob das Modell bei konkreten Aufgaben zuverlässig genug arbeitet, müssen Teams anhand ihrer eigenen Abläufe prüfen.
Was das für Unternehmen bedeutet
Wenn du Coding-Agenten einsetzt, vergleiche beide Varianten mit deinen typischen Aufgaben und Tokenmengen. Prüfe Ergebnisse und Kosten in deinen eigenen Entwicklungsabläufen, bevor du bestehende Modelle ersetzt.
Tencent veröffentlicht offenes Hy3-Modell für KI-Agenten
Tencent stellt Hy3 mit offenen Gewichten bereit. Das Modell soll sich für Aufgaben mit KI-Agenten eignen; die Kosten eines gehosteten Zugangs hängen vom Anbieter ab.
Tencent hat am 6. Juli 2026 das Hunyuan-Modell Hy3 veröffentlicht und seine Gewichte auf Plattformen wie Hugging Face und ModelScope bereitgestellt.12 Das Mixture-of-Experts-Modell ist laut Tencent auf Aufgaben mit KI-Agenten und die Einbindung in Produkte ausgerichtet.12 Bei dieser Architektur wird pro Token nur ein Teil der Modellparameter aktiviert.2
Das kann den Rechenaufwand pro Token begrenzen, garantiert aber keine niedrigeren Gesamtkosten im Betrieb.2 Tencent zufolge erreicht Hy3 bei einigen Vergleichen die Leistung größerer offener Modelle; für einen konkreten Unternehmenseinsatz bleibt diese Herstellerangabe zu prüfen.12 Auch die Kosten eines gehosteten Zugangs sind von der Lizenz der Modellgewichte zu unterscheiden: Ein kostenloses Angebot auf OpenRouter war zeitlich begrenzt.23
Was das für Unternehmen bedeutet
Wenn du KI-Agenten betreibst, teste Hy3 mit deinen eigenen Aufgaben und miss dabei Qualität, Latenz und Kosten. Vergleiche selbst gehostete Gewichte mit API-Angeboten; kostenlose Zugangsaktionen sind keine dauerhafte Preisgrundlage.
Meta bringt Muse Image in Meta AI, Instagram Stories und WhatsApp
Metas neues Bildgenerierungsmodell startet in Meta AI. Funktionen für Instagram Stories und WhatsApp sind zunächst regional begrenzt verfügbar.
Meta hat am 7. Juli 2026 Muse Image vorgestellt, das erste Bildgenerierungsmodell von Meta Superintelligence Labs.12 Die Einführung in der Meta AI App und auf meta.ai begann am selben Tag.1 Funktionen auf Basis des Modells sind zudem in Instagram Stories in den USA und in WhatsApp in ausgewählten Ländern verfügbar.13 Ein weltweiter Start für diese Funktionen wurde nicht angekündigt.1
Mit der Einbindung in Stories und Chats bringt Meta die Bildgenerierung direkt in bestehende Anwendungen.1 Die alltägliche Nutzung ist laut Meta kostenlos; für umfangreichere Erstellung verweist das Unternehmen auf Abonnements.1 Konkrete Preise und Nutzungslimits nannte Meta nicht.1 Für Unternehmen ist daher noch offen, welche Kosten bei regelmäßig hohem Bedarf entstehen. Eine Einführung in Facebook und Messenger soll später folgen.1
Was das für Unternehmen bedeutet
Wenn du KI-Bilder für Social Media erstellst, prüfe die Funktionen direkt in deinen bestehenden Meta-Abläufen. Plane bei hohem Volumen noch keine festen Kosten ein, solange Preise und Limits fehlen.
OpenAI bringt Realtime-Modelle mit Reasoning und Tool-Nutzung in die API
OpenAI hat zwei neue Realtime-Modelle veröffentlicht. Die Mini-Variante soll Sprachinteraktionen mit Reasoning und Tool-Nutzung günstiger ermöglichen.
OpenAI hat am 6. Juli 2026 gpt-realtime-2.1 und gpt-realtime-2.1-mini für die Realtime API bereitgestellt.1 Die Mini-Variante unterstützt Echtzeit-Sprachinteraktionen sowie Reasoning und Tool-Nutzung.12 OpenAI positioniert sie als schnellere, günstigere Option neben dem leistungsfähigeren Modell, das stärker auf Reasoning, Tool-Nutzung und das Befolgen von Anweisungen ausgelegt ist.1
Die Modelle richten sich an Sprach- und multimodale Anwendungen, bei denen Antwortzeiten und laufende Kosten wichtig sind.1 Durch verbessertes Caching ist die p95-Latenz laut OpenAI bei seinen Realtime-Sprachmodellen um mindestens 25 % gesunken; das ist keine gesondert gemessene Verbesserung der Mini-Variante.1 Die Ankündigung enthält keine Benchmarktabellen, anhand derer sich die Unterschiede für konkrete Anwendungen vergleichen ließen.1
Was das für Unternehmen bedeutet
Wenn du Sprachassistenten entwickelst, teste die Mini-Variante mit echten Gesprächen und Tool-Aufrufen. Vergleiche dabei Antwortzeiten und Kosten mit dem leistungsfähigeren Modell, statt die allgemeine Latenzangabe auf dein Szenario zu übertragen.
Kimi K2.7 Code ist Copilots erstes wählbares Open-Weight-Modell
GitHub Copilot bietet Kimi K2.7 Code nun auch für Business und Enterprise an. In diesen Tarifen müssen Administratoren das Modell freischalten.
GitHub hat Kimi K2.7 Code von Moonshot AI am 1. Juli 2026 allgemein für GitHub Copilot freigegeben.1 Laut GitHub ist es das erste Open-Weight-Modell, das sich im Modellmenü von Copilot auswählen lässt.1 Zunächst stand es Nutzern von Pro, Pro+ und Max zur Verfügung; seit dem 7. Juli ist es auch für Copilot Business und Enterprise verfügbar.21 In diesen Tarifen ist das Modell standardmäßig deaktiviert und muss von Administratoren freigeschaltet werden.2
GitHub betreibt das Modell auf Microsoft Azure und rechnet seine Nutzung nach den Listenpreisen des Anbieters ab.2 Offene Gewichte bedeuten bei dieser Copilot-Integration also nicht, dass das Modell lokal ausgeführt wird.2 GitHub bezeichnet Kimi K2.7 Code als kostengünstigere Option mit starker Leistung, nennt in den Ankündigungen aber keine konkreten Benchmark-Ergebnisse.21 Unternehmen sollten deshalb typische Entwicklungsaufgaben selbst testen und die anfallenden Nutzungskosten prüfen.
Was das für Unternehmen bedeutet
Wenn du Copilot im Unternehmen einsetzt, prüfe zunächst die Freigabe durch Administratoren. Vergleiche das Modell anhand eurer üblichen Programmieraufgaben und beobachte dabei die Nutzungskosten.
Google Cloud macht AlphaEvolve allgemein verfügbar
Der mit Google DeepMind entwickelte Agent für Algorithmen und Code-Optimierung ist jetzt auf Google Cloud allgemein verfügbar.
Google Cloud hat AlphaEvolve am 9. Juli 2026 allgemein verfügbar gemacht.1 Der gemeinsam mit Google DeepMind entwickelte Agent ist Teil der Gemini Enterprise Agent Platform auf Google Cloud.12 Laut Google nutzt er Gemini, um Algorithmen zu entwickeln und Code zu optimieren. Unternehmen sollen ihn auch einsetzen können, um Engpässe in ihrer Infrastruktur zu bearbeiten.12
Die Freigabe erweitert den Zugang über eine frühere Testphase hinaus.1 Google hatte zuvor bereits interne Anwendungen von AlphaEvolve zur Optimierung seiner Systeme beschrieben.3 Der Start bringt den Agenten nun als Cloud-Angebot zu weiteren Nutzern.12 Ob die beschriebenen Verbesserungen an Code und Infrastruktur außerhalb von Googles eigenen Beispielen zuverlässig erreichbar sind, bleibt mangels unabhängiger Belege offen.13
Was das für Unternehmen bedeutet
Wenn du rechenintensive Software betreibst, kann AlphaEvolve für klar messbare Optimierungsaufgaben interessant sein. Prüfe Ergebnisse gegen deine bestehenden Verfahren und rechne mögliche Einsparungen erst nach eigenen Tests ein.
Nvidia beteiligt sich an Umsätzen von KI-Cloud-Partnern
Nvidia erweitert den Zugang zu KI-Rechenleistung über Partner-Clouds. Neben dem Hardwareverkauf soll das Unternehmen an deren Cloud-Umsätzen verdienen.
Nvidia hat Anfang Juli ein Modell vorgestellt, das KI-Start-ups über Partner-Clouds Zugang zu Rechenleistung verschaffen soll.12 Die Cloud-Anbieter kaufen Nvidia-Hardware und vermieten die Kapazität an Start-ups und andere Kunden weiter.32 Nvidia erhält neben dem Erlös aus dem Hardwareverkauf eine Beteiligung an den Umsätzen, die mit dieser Rechenleistung erzielt werden.32 Der Zugang läuft damit über die Cloud-Partner, nicht über eine kostenlose GPU-Vergabe durch Nvidia.13
Für Nvidia könnte das Modell laufende Einnahmen mit dem bisherigen Hardwaregeschäft verbinden. Für Kunden kann gemietete Kapazität eine Alternative zum Aufbau eigener Infrastruktur sein.32 Die Bedingungen für Nutzer und Partner lassen sich aber nur begrenzt beurteilen: Nvidia hat die Höhe seiner Umsatzbeteiligung und die vollständigen Vertragsbedingungen nicht öffentlich gemacht.45 Ein kostenloser Zugang zu GPUs ist aus den veröffentlichten Angaben nicht abzuleiten.13
Was das für Unternehmen bedeutet
Wenn du KI-Rechenleistung einkaufst, vergleiche die Kosten über die geplante Nutzungsdauer mit eigenen GPUs und bestehenden Cloud-Angeboten. Prüfe besonders, ob Guthaben befristet sind und welche Preise danach gelten.
Quellen (6)
- 1 Nvidia taps AI cloud providers to expand compute access ... cnbc.com
- 2 Nvidia Offers Revenue Sharing Model to Help AI Growth - Bloomberg bloomberg.com
- 3 Nvidia launches revenue-sharing model for AI startups finance.yahoo.com
- 4 NVIDIA Revenue Sharing AI Cloud Debuts With ... techtimes.com
- 5 Nvidia AI Revenue Sharing Model With Cloud Partners Explained - Memeburn memeburn.com
- 6 Nvidia launches revenue-sharing model to help AI startups access computing power (NVDA) finance.yahoo.com
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