KI-News · KW 18/2026
GPT-5.5 startet, DeepSeek zeigt V4-Pro und V4-Flash
· 8 Meldungen · 22 Quellen
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GPT-5.5 startet für zahlende Nutzer in ChatGPT und Codex. Ein Termin für die API fehlt noch. DeepSeek zeigt V4-Pro und V4-Flash mit einer Million Tokens Kontext, während Alibaba Qwen3.6-27B veröffentlicht. Copilot kann Aufgaben in Word, Excel und PowerPoint nun in mehreren Schritten ausführen. Google plant zudem, bis zu 40 Milliarden US-Dollar in Anthropic zu investieren.
OpenAI stellt GPT-5.5 vor und nennt künftige API-Preise
GPT-5.5 startet zunächst für zahlende Nutzer in ChatGPT und Codex. OpenAI nennt Preise für die geplante API, aber noch keinen Starttermin.
OpenAI hat GPT-5.5 am 23. April 2026 vorgestellt.1 Das Modell wurde zunächst für zahlende Nutzer in ChatGPT und Codex eingeführt; Entwickler sollen später über die API darauf zugreifen können.12 Einen genauen Termin für den API-Start nannte OpenAI nicht.1 Das Unternehmen kündigte auch eine leistungsstärkere Variante namens GPT-5.5 Pro an.1
OpenAI legt den Schwerpunkt auf komplexes Schlussfolgern, mehrstufige Programmieraufgaben und den Einsatz von Werkzeugen.1 Das Modell soll Aufgaben planen, eigene Ergebnisse prüfen und mit wenig menschlicher Steuerung bearbeiten können.1 Für Unternehmen ermöglichen die angekündigten Tokenpreise eine erste Kostenrechnung; produktive API-Tests müssen bis zum Zugang warten.1 Die veröffentlichten Benchmarkwerte geben Anhaltspunkte für die Fähigkeiten des Modells, ersetzen aber keine Prüfung in eigenen Arbeitsabläufen.1
Was das für Unternehmen bedeutet
Wenn du KI für Programmieraufgaben einsetzt, plane einen Vergleich mit deinen eigenen Aufgaben ein, sobald API-Zugang besteht. Kalkuliere Eingabe- und Ausgabetokens getrennt, bevor du den Einsatz im großen Maßstab prüfst.
DeepSeek zeigt V4-Pro und V4-Flash mit einer Million Tokens Kontext
DeepSeek veröffentlicht eine Vorschau auf zwei Modelle mit offenen Gewichten. Eine unabhängige Prüfung sieht trotz hoher Leistung weiter Abstand zur Modellspitze.
DeepSeek hat am 24. April 2026 eine Vorschau auf DeepSeek-V4-Pro und DeepSeek-V4-Flash veröffentlicht.1 Beide Modelle haben offene Gewichte und ein Kontextfenster von jeweils einer Million Tokens.1 Die API war zum Start nutzbar; zudem bot DeepSeek die Modelle über chat.deepseek.com und zum lokalen Download an.1 Das Unternehmen richtet die V4-Reihe auf Agenten und die Nutzung mit Werkzeugen wie Claude Code und OpenClaw aus.1
V4-Pro nutzt eine Mixture-of-Experts-Architektur; Flash ist die kleinere Variante.1 Die Modelle sind für Huawei-Ascend-Chips angepasst.2 Eine unabhängige Prüfung relativiert die Leistungsversprechen: Das US-Zentrum CAISI stufte V4-Pro als leistungsfähigstes bisher von ihm getestetes chinesisches Modell ein, sah aber weiterhin einen Rückstand von ungefähr acht Monaten zur Modellspitze.3 Seine Ergebnisse fielen zurückhaltender aus als DeepSeeks eigene Tests.3
Was das für Unternehmen bedeutet
Wenn du lange Dokumente oder Agenten-Workflows verarbeitest, teste Qualität, Latenz und Kosten mit eigenen Aufgaben. Prüfe bei lokalem Betrieb den Hardwarebedarf und die Datenschutzanforderungen, bevor du ein Modell einführst.
Copilot bearbeitet Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien in mehreren Schritten
Copilot kann Aufgaben direkt in Word, Excel und PowerPoint ausführen. Die Funktionen sind für berechtigte Microsoft-365-Abonnements allgemein verfügbar.
Microsoft hat am 22. April 2026 die agentischen Funktionen von Copilot in Word, Excel und PowerPoint allgemein verfügbar gemacht. Für Abonnenten von Microsoft 365 Copilot und Microsoft 365 Premium sind sie die Standarderfahrung; auch Microsoft 365 Personal und Family sind einbezogen. Copilot kann Aufgaben in mehreren Schritten direkt in Dateien ausführen: In Word überarbeitet er Texte, in Excel verändert er Arbeitsmappen und in PowerPoint erstellt oder aktualisiert er Präsentationen.1
Damit geht Copilot über Vorschläge im Chat hinaus: Änderungen entstehen in den Anwendungen selbst. Microsoft betont, dass Nutzer dabei die Kontrolle behalten.1 Für Unternehmen ist relevant, dass Copilot in Excel auch Formeln, Tabellen und Visualisierungen bearbeiten und in PowerPoint Unternehmensvorlagen berücksichtigen kann.1 Die Ankündigung nennt keine Vergleichswerte für Zeitersparnis oder Ergebnisqualität.1
Was das für Unternehmen bedeutet
Wenn du Copilot im Unternehmen einsetzt, teste mehrstufige Aufgaben mit typischen Dokumenten, Tabellen und Vorlagen. Prüfe Änderungen an Formeln, Daten und Folien, bevor du Ergebnisse weitergibst.
Google will bis zu 40 Milliarden US-Dollar in Anthropic investieren
Ein Teil der geplanten Barinvestition hängt von Leistungszielen ab. Die Vereinbarung vertieft die bestehende Zusammenarbeit der Unternehmen.
Google hat am 24. April 2026 angekündigt, bis zu 40 Milliarden US-Dollar in Anthropic zu investieren. Die Unternehmen vertiefen damit ihre bestehende Zusammenarbeit; das Geld soll Anthropic beim Ausbau seiner Rechenkapazität unterstützen.12 Die volle Summe ist nicht fest zugesagt, sondern teilweise an vereinbarte Leistungsziele gebunden.2
Für Google ist die Beteiligung eine weitere Investition in einen externen Modellentwickler, während der Konzern mit Gemini auch eigene Modelle anbietet.3 Die genannte Summe bezieht sich laut Reuters und Bloomberg auf Bargeld, nicht auf den Wert bereitgestellter TPU-Kapazität.24 Investition und Recheninfrastruktur sollten deshalb getrennt betrachtet werden. Aus den bestätigten Finanzierungsbedingungen lässt sich nicht ableiten, wie viel zusätzliche TPU-Kapazität Anthropic erhält oder wann sie verfügbar wäre.24
Was das für Unternehmen bedeutet
Wenn du Anthropic-Modelle einsetzt, behalte die Entwicklung der verfügbaren Rechenkapazität im Blick. Leite aus der Investitionssumme allein keine Zusagen zu künftiger Kapazität oder Verfügbarkeit ab.
Quellen (4)
- 1 Google Commits to Invest Up to $40 Billion in Anthropic nytimes.com
- 2 Google to invest up to $40 billion in AI rival Anthropic reuters.com
- 3 Google to invest up to $40 billion in Anthropic as search giant spreads its AI bets cnbc.com
- 4 Google Plans to Invest Up to $40 Billion in Anthropic bloomberg.com
OpenAI startet gemeinsame Workspace Agents in ChatGPT
Teams können in ChatGPT gemeinsame Agenten für wiederkehrende Abläufe einrichten. Die Research Preview ist für Business- und Bildungspläne verfügbar.
OpenAI hat Workspace Agents am 22. April 2026 als Research Preview in ChatGPT vorgestellt. Teams können gemeinsame Agenten für wiederkehrende, länger laufende Arbeitsabläufe erstellen und über angebundene Organisationstools hinweg einsetzen. Die Funktion ist für ChatGPT Business, Enterprise, Edu und Teachers verfügbar. Slack gehört zu den genannten Einsatzumgebungen; die Agenten sind aber nicht darauf beschränkt.12
OpenAI beschreibt Workspace Agents als Weiterentwicklung von GPTs. Statt einzelner persönlicher Hilfen sollen sie gemeinsam genutzte Prozesse unterstützen.12 Nach einer kostenlosen Einführungsphase soll die Abrechnung über Credits beginnen; einen Preis pro Credit hat OpenAI nicht veröffentlicht.1 Unternehmen müssen daher vor einem breiten Einsatz prüfen, welche Daten die Agenten über verbundene Dienste erreichen dürfen und wie sie die späteren Nutzungskosten erfassen.
Was das für Unternehmen bedeutet
Wenn du wiederkehrende Aufgaben über mehrere Tools automatisieren willst, wähle zuerst einen klar begrenzten Teamprozess. Prüfe Zugriffsrechte und Freigaben; erfasse die Nutzung, bevor die Credit-Abrechnung beginnt.
Alibaba veröffentlicht Qwen3.6-27B mit großem Kontextfenster
Das offene Modell hat 27 Milliarden Parameter und verarbeitet nativ 262.144 Tokens. In Alibabas Coding-Tests liegt es vor einem deutlich größeren Vorgänger.
Alibaba hat Qwen3.6-27B am 22. April als Modell mit offenen Gewichten unter der Apache-2.0-Lizenz veröffentlicht. Das dichte Modell hat 27 Milliarden Parameter und ein natives Kontextfenster von 262.144 Tokens. Die Gewichte stehen auf Hugging Face bereit. Qwen3.6-27B unterstützt einen Modus mit und einen ohne explizite Denkschritte.12
Bei Coding-Aufgaben meldet Qwen bessere Ergebnisse als für Qwen3.5-397B-A17B, einen Vorgänger mit insgesamt 397 Milliarden und 17 Milliarden aktiven Parametern. Auf SWE-bench Verified erreicht das neue Modell laut Qwen 77,2 statt 76,2 Punkte.1 Die Werte stammen aus den von Qwen veröffentlichten Tests und ersetzen keine Prüfung mit eigenen Aufgaben. Für längere Dialoge bietet das Modell zudem eine Option, die bisherige Denkschritte im Gesprächsverlauf beibehält.32
Was das für Unternehmen bedeutet
Wenn du Coding-Modelle für dein Unternehmen prüfst, teste Qwen3.6-27B mit eigenen Aufgaben gegen die bisherige Lösung. Miss dabei auch Speicherbedarf, Antwortzeit und die Qualität bei langen Dialogen.
MIT-Forscher beschreiben rekursiven Ansatz für lange KI-Eingaben
Recursive Language Models sollen sehr lange Eingaben schrittweise bearbeiten. Die genannte Reichweite ist kein natives Kontextfenster eines neuen Modells.
MIT-Forscher beschreiben in einer im April 2026 diskutierten Forschungsarbeit Recursive Language Models (RLMs), einen Ansatz für die Verarbeitung sehr langer Eingaben.12 Statt den gesamten Text in einen Modellaufruf zu laden, behandelt das Verfahren ihn als externe Umgebung und nutzt rekursive Aufrufe für Teilaufgaben.2 Es ist eine Methode für die Inferenz, kein neues Sprachmodell mit einem entsprechend großen nativen Kontextfenster.2 Ein kommerzieller Start oder ein Preis ist nicht bekannt.2
Die genannte Reichweite beschreibt, wie viel Text der Ablauf bearbeiten kann, nicht die Kapazität eines einzelnen Modellaufrufs.32 Das macht den Ansatz für Aufgaben mit umfangreichen Unterlagen interessant, bei denen ein Modell gezielt Informationen finden oder Teilschritte bearbeiten muss.2 Die Tokenzahl allein sagt allerdings nichts darüber aus, wie zuverlässig oder wirtschaftlich das Verfahren bei einer konkreten Aufgabe ist.
Was das für Unternehmen bedeutet
Wenn du KI für große Dokumentbestände einsetzt, prüfe rekursive Verarbeitung als Alternative zu einem größeren Kontextfenster. Teste dabei Ergebnisqualität, Laufzeit und Kosten mit deinen eigenen Aufgaben.
Studie untersucht Text-Embeddings mit konstantem Speicherbedarf
Ein Forschungspapier beschreibt, wie rekurrente Modelle lange Texte mit begrenztem Speicherbedarf in Embeddings umwandeln können. Die Ergebnisse sind noch kein Produktangebot.
Eine am 20. April 2026 veröffentlichte Arbeit beschreibt ein Verfahren für Text-Embeddings, dessen Rechenaufwand linear mit der Eingabelänge wächst.1 Durch eine Verarbeitung in vertikalen Blöcken soll der Speicherbedarf unabhängig von der Textlänge bleiben, sobald diese die Blockgröße überschreitet.1 Die Forschenden untersuchen dafür rekurrente Sprachmodelle und setzen feinabgestimmte Mamba2-Modelle als allgemeine Text-Embedder ein.1
Laut der Arbeit erreichen die Modelle auf mehreren Benchmarks Ergebnisse, die mit transformerbasierten Embedding-Modellen konkurrieren können.1 Das könnte für Anwendungen interessant sein, die sehr lange Dokumente indexieren oder durchsuchen müssen, ohne den Speicherbedarf mit jeder zusätzlichen Textpassage zu erhöhen. Die Angaben zur Qualität stammen jedoch aus der Arbeit selbst; eine allgemeine Überlegenheit gegenüber Transformern ist damit nicht belegt.12 Ein kommerzieller Dienst wird in den verfügbaren Angaben nicht angekündigt.1
Was das für Unternehmen bedeutet
Wenn du lange Dokumente für Suche oder Retrieval verarbeitest, könnte ein begrenzter Speicherbedarf die Infrastrukturplanung vereinfachen. Prüfe vor einem Einsatz die Embedding-Qualität und den tatsächlichen Speicherverbrauch mit deinen eigenen Texten.
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